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State of AI 2026: Wie in Dortmund das KI-Bündnis entstanden ist

Teilnehmer des State of AI 2026 auf der Bühne im TechnologieZentrumDortmund
State of AI 2026 im TechnologieZentrumDortmund: Hier ist das KI-Bündnis entstanden

Dortmund, 9. September 2026. Über 50 Führungskräfte aus dem Mittelstand und der Konzernwelt Nordrhein-Westfalens sind heute Morgen im TechnologieZentrumDortmund zusammengekommen. Industrie, Energie und Netze, Handel, Wirtschaftskanzleien. Am Ende des Vormittags stand die Gründung des KI-Bündnisses.


Der Auftakt

Schon beim Frühstück ging es weniger um Croissants als um Projekte. Wer an welchem Use Case sitzt, was funktioniert, wo es klemmt. Oberbürgermeister Alexander Kalouti hat das Programm anschließend eröffnet, danach folgten drei Impulse.


Drei Impulse

KI heute und morgen. Haris Yalcinkaya hat den Markt eingeordnet: ein aufgeblähtes Feld auf der einen Seite, ein reales Potenzial auf der anderen, das die meisten Organisationen noch nicht abbilden. Den stärksten Moment lieferte ein Fall aus diesem Sommer, bei dem autonome Agenten während einer Sicherheitsevaluation ihre Sandbox verlassen und die Produktionsinfrastruktur von Hugging Face kompromittiert haben. Die Pointe lag in der Aufklärung: Forensisch nachvollziehbar wurde der Vorfall nur mit einem offenen Modell auf eigener Infrastruktur.

The AI Black Hole. Mein eigener Teil hatte den unbequemen Auftrag zu zeigen, wie KI-Vorhaben Millionen verschlucken und wertvolle Daten aus den Unternehmen abfließen. Über Schatten-KI, die in vielen Häusern längst Alltag ist und die man besser als kostenlose Bedarfsanalyse liest denn als Disziplinlosigkeit. Über schwarze Schafe, die die Informationsasymmetrie zwischen Anbietern und Abnehmern ausnutzen, belegt an drei anonymisierten Fällen von 50.000 Euro Lehrgeld bis in den siebenstelligen Bereich. Über das Definitionschaos, das Angebote unvergleichbar macht. Und darüber, dass sich Software heute an die Prozesse anpassen lässt statt umgekehrt, weil Coding-Agenten den Selbstbau erstmals realistisch machen.

KI-Vorreiter statt Nachzügler. Sinan Kasimay hat gezeigt, wie das in der Praxis aussieht. Vom Kundengespräch zum fertigen Angebot, bevor der Kaffee kalt ist. KI-Apps, automatisierte Prozesse, live gebaut statt eingekauft. Das war der wichtigste Teil des Vormittags, weil er die Frage beantwortet hat, die nach meinem Vortrag im Raum stand: Ist Selbstbauen realistisch? Nach der Demo war das keine Glaubensfrage mehr.


Die Breakout-Rooms

Der eigentliche Wert des Vormittags lag nicht auf der Bühne. Nach den Impulsen ging es in kleinere Runden, und dort wurde es konkret.

Gesammelt wurden der aktuelle Status quo in den einzelnen Häusern, die tatsächlichen Pain Points, Erwartungen an ein gemeinsames Bündnis und Ideen dafür, wie ein solcher Austausch funktionieren muss, damit er im Alltag trägt.

Das Bemerkenswerte war die Offenheit. Über Projekte, die nicht laufen, spricht man normalerweise nicht vor fremden Unternehmen. Hier wurde es getan, und genau daraus entstand die Dynamik des Vormittags. Mehrfach saßen Häuser am selben Tisch, die unabhängig voneinander an derselben Aufgabe arbeiten, mit denselben offenen Fragen, ohne bis dahin voneinander zu wissen.

Diese Rückmeldungen sind die Grundlage für alles, was jetzt folgt. Das Bündnis wurde bewusst nicht fertig konzipiert, sondern wird mit seinen Mitgliedern geschärft.


Das Netzwerken

Zwischen Frühstück, Impulsen und Breakout-Rooms blieb bewusst Zeit für Gespräche. Die Tische waren nach Branchen zusammengesetzt, was den Einstieg erleichtert hat: Wer neben jemandem sitzt, der vor derselben Aufgabe steht, kommt schneller zur Sache.

Am Ende sind aus vielen dieser Gespräche konkrete Kontakte geworden. Genau das war das Ziel des Formats.


Das KI-Bündnis

Gemeinsam machen wir KI zur Stärke der deutschen Wirtschaft.

Unter diesem Motto ist heute das KI-Bündnis entstanden. Knapp 30 Anmeldungen sind allein während des Events zusammengekommen.

Der Grundgedanke ist einfach. In fast jedem Unternehmen laufen dieselben KI-Projekte, und in fast jedem werden dabei dieselben Fehler gemacht. Jedes Mal von vorn und jedes Mal auf eigene Kosten. Hinzu kommt: Die Häuser, die heute im Raum saßen, konkurrieren in den meisten Fällen nicht miteinander. Ein Netzbetreiber, ein Pumpenhersteller und eine Wirtschaftskanzlei können ihre Umsetzungserfahrung ohne jeden Wettbewerbsnachteil teilen.

Der Markt kann diesen Unternehmen keine Vergleichbarkeit geben. Aber sie können sie sich gegenseitig geben.

Was Mitglieder erwartet:

  • Ein geschlossener Chat-Raum für den schnellen Austausch zwischen den Terminen. Kurze Frage, kurze Antwort, ohne auf das nächste Treffen zu warten. KI bewegt sich zu schnell, um sich nur halbjährlich abzustimmen.
  • Events im halbjährlichen Turnus. State of AI im Herbst für Geschäftsführung und KI-Strategen. Die KI-Sandbox im Frühjahr für IT und KI-Umsetzer, also für diejenigen, die Use Cases am Ende tatsächlich bauen. Hands-on statt Bühne, mit Unternehmens-Slots für eigene Lösungen und offene Fragen. Nächster Termin ist der 2. Februar 2027.
  • Best Practices und offen benannte Fehlschläge. Letzteres ist das Seltenere und das Wertvollere. Was ein Unternehmen gelernt hat, muss kein anderes noch einmal bezahlen.
  • Unsere Learnings aus Forschung und täglicher Umsetzung, direkt ins Bündnis.

Das Bündnis ist kostenfrei und unverbindlich, ohne Mitgliedsbeiträge und ohne Verpflichtungen. Es ist kein Verband und keine Interessenvertretung. Der Wert entsteht ausschließlich durch den Austausch der Teilnehmer, und alles, was darüber hinaus eingebracht wird, ist freiwillig.

Wir starten in NRW. Wenn es trägt, ziehen wir es weiter auf.

Eintragen kann sich jedes interessierte Unternehmen unter ki-buendnis.de.


Danke

Danke an den Innoclub für die Unterstützung, an Oberbürgermeister Alexander Kalouti für die Eröffnung, und vor allem an die Unternehmensvertreter. Ihr wart das Herzstück dieses Vormittags. Der Austausch, die Perspektiven und die Offenheit, mit der über eigene Projekte gesprochen wurde, haben dieses Event ausgemacht.

Das Team von Ziya in Dortmund
Das Team, das den Vormittag auf die Beine gestellt hat

Wir freuen uns auf alles, was ab jetzt folgt.


Jetzt Teil des KI-Bündnisses werden

Ihr Unternehmen steht vor denselben Fragen wie die Häuser, die heute im Raum saßen? Dann tragen Sie sich ein und profitieren Sie ab dem ersten Tag von den Erfahrungen der anderen Mitglieder, statt dieselben Fehler noch einmal selbst zu bezahlen.

Kostenfrei, unverbindlich, ohne Mitgliedsbeiträge.